Landwirtschaft in BalanceII

Wie kann in den Milchviehrationen (TMR) Raps- und Sojaschrot eingespart werden?

Veröffentlicht am Montag, 07. März 2011
Aktuelles

Im folgenden Artikel werden Ihnen Möglichkeiten und Hilfsmaßnahmen für eine kostendeckende Milchproduktion angeboten.

Die heutige politische Situation zwingt in der Landwirtschaft zum Umdenken, oder zum Ausstieg. Bei Milchpreisen um die 20 Cent je Kg kann kein Landwirt kostendeckend produzieren. Betriebswirtschaftlich werden zurzeit Gelder eingeschmolzen. Im folgenden Artikel werden Ihnen Möglichkeiten und Hilfsmaßnahmen für eine kostendeckende Milchproduktion angeboten.

Eine Möglichkeit die Produktionssicherheit zu erlangen, ist die Verbesserung der Grundfutterarten. Es wurde schon darüber berichtet, dass Kräuterextrakt diese Aufgabe übernimmt. Siehe auch unter Aktuelles/Grundsätzliche Unterschiede in der Wirkung von KE in der Silage zu anderen Siliermitteltypen.

Mit der optimalen energetischen Versorgung der Mägen der Wiederkäuer, durch die intensivere Fermentation, kann bis zu 30 % Rohprotein in den Rationen eingespart werden. Mit dieser zweiten Möglichkeit bieten wir eine weitere Hilfe für die Produktionssicherheit.

Der Zusatz von Dynamaxx Q 1167 plus ermöglicht dieses. In der Milchviehration wird das ursprüngliche Mineralfutter durch dieses ausgetauscht. In der TMR werden ca. 350 g Q 1167 plus / Kuh / Tag benötigt. Nach der Umstellung wird zunächst noch kein Rohprotein abgezogen. Nach einer Gewöhnungsphase, von ca. 7 Tagen, wird in kleinen Schritten (nur 300 g- weise) alle 4 Tage RP abgezogen, unter Beobachtung der täglichen Milchmenge und der Inhaltsstoffe. Geht Milchmenge verloren ist der Abzug sofort zu stoppen. Hier wird abgewartet, wie die Kühe weiterhin reagieren. Steigert sich diese wieder kann ein weiterer Schritt erfolgen. Die Harnstoffwerte sollten sich im Bereich zwischen 200 ppm – 220 ppm einpendeln.

Ist dieses Ziel erreicht, wird diese Ration so beibehalten.

Empfehlenswert ist im Vorfeld eine Rationsoptimierung vorzunehmen.

Kosten je laktierender Kuh können errechnet werden, ebenso die Ersparnis an Rohproteinen.

Nicht berechenbare Vorteile:

  • weniger Stoffwechselprobleme
  • weniger Euterödeme
  • besseres Fressverhalten
  • vitalere Tiere
  • mehr Grundfutterverzehr / Milch aus Grundfutter