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Silageinformationen

Warum funktionieren Siliermittel in Silagen nur bedingt?

Seit über 3 Jahrzehnten beschäftige ich mich mit ernährungsphysiologischer Beratung bei Milchvieh im ganzheitlichen Ansatz. Dazu gehört auch die Grundfutterverdaulichkeit. Es werden Siliermittel eingesetzt, die zu diesem Prozess beisteuern sollen, um hochverdauliche, stabile Milchsäure vergorene Silagen entstehen lassen sollen.

Hohe Verdaulichkeit ist ein Ziel, damit eigenes Grundfutter einen Mehrwert bekommt. Mehr Milch aus dem Grundfutter zu melken. Weniger Zukauffutter/ Kraftfutter minimiert die Kosten und lässt Kühe gesünder werden, weil dadurch der pH-Wert im Pansen stabiler bleibt!

Eine Stabilität in Silagen kann auch durch Einsatz von chemischen Produkten herbeigeführt werden. Um chemische Substanzen physiologisch umzusetzen, benötigt der Wiederkäuer wiederum einen Mehreinsatz von Energie. Also wirkt dieses Prinzip, ist aber doppelt finanziell belastet!

Ein intaktes Silagemanagement ist aber wirkungsvoller! Kurze Häcksellänge, gute Verdichtung, ordnungsgemäße Abdeckung und ein optimal berechneter Vorschub, bedingt dieses.

Trotz ordnungsgemäßer Umsetzung und durch fachliche Unterstützung, lehrt die Praxis durch aufkommende Problematik in der Tiergesundheit, dass es hier etwas gibt, was wir alle noch nicht bedacht haben. Es scheinen Prozesse in den beimpften Silagen zu entstehen, die die Tiergesundheit einschränken, bzw. beeinträchtigen, obwohl diese keinen sichtbaren Schimmel aufweisen, aber sich geruchlich verändern.

Im Rückblick meiner langjährigen Tätigkeit sind mir immer wieder diese Probleme begegnet, die sich aber in den letzten Jahren gehäuft haben. Im Nachhinein, hatte ich sie wahrgenommen, aber ignoriert.

Was nützt ein Impfprogramm, wenn in einem scheinbar intaktem Silagestock etwas passiert, was die biologischen Prozesse aushebelt, dadurch Fehlgärungen im Laufe der Zeit entstehen lassen, die Toxine freisetzen und zu latenten Vergiftungen führen, die aber kaum wahrnehmbar für Landwirte, Tierärzte und Berater sind.

 

 

Was ist die Ursache?

Milchsäurestämme werden in der Regel im Labor gezüchtet. Dazu bestimmte, scheinbar effektive Stämme, die in den Silagen schon natürlich vorhanden sind, nur das die gezüchteten Stämme in einer höheren Population beim Silierprozess beigemischt werden, damit die Silagevergärung gut gelingen soll.

Hat sich schon wirklich jemand dazu Gedanken gemacht, was in einem Negativfall daraus entstehen könnte?