Regenerative
Landwirtschaft

Vorreiter mit über 20 Jahren Erfahrung

Schon vor über 2 Jahrzehnten haben wir erkannt, dass wir in der Landwirtschaft mit der Natur arbeiten müssen und nicht gegen sie. Bei unseren Mutterkühen, den Silagen und auf unserem Grünland waren die Effekte deutlich sichtbar.

Heute ist die Regenerative Landwirtschaft in aller Munde. Diese bezeichnet einfach gesprochen eine Landwirtschaft, die einen positiven Einfluss auf Boden, Tier, Mensch, Wasser und den Planeten hat. Hauptsächlich bekannt ist die Regenerative oder Konservierende Landwirtschaft im Ackerbau. Was aber sind die Potentiale in der Milchviehhaltung?

Potential in der Milchviehhaltung

Regenerative Landwirtschaft wird viel mit Ackerbau oder auch mit Weidehaltung von Fleischrindern in Zusammenhang gebracht. Die Vorteile für ein regeneratives Wirtschaften in der Milchviehhaltung bieten aber ungeahntes Potential:

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für eine gesunde Pflanze und damit für eine gesunde Kuh.

  • Vitalere Kühe

    Ein regenerativ bewirtschafteter Boden kann mithilfe der intakten Mikrobiologie den Pflanzen mehr Nährstoffe zur Verfügung stellen. Diese gelangen über die Futterpflanze direkt in die Kuh. Die Tiere werden besser mit Nährstoffen und Spurenelemente versorgt, sind damit besser mineralisiert und gesundheitlich besser aufgestellt.

  • Betriebsmittel einsparen

    Durch Direktsaat können bis zu 70% Agrardiesel gespart werden. Durch die höhere Biodiversität, die mit Regenerativem Wirtschaften erreicht wird, sinkt der Druck durch Parasiten und Krankheitserreger. So kann im Pflanzenschutz gespart werden. Auch mineralische Dünger können durch die Verbesserung der Bodenqualität und die Nutzung stickstoffbindender Zwischenfrüchte langfristig reduziert werden.

  • Bessere Anpassung an klimatische Gegebenheiten

    Immer öfter treten längere Dürrephasen, Starkregen- und andere Extremwetterereignisse auf. Regenerativ bewirtschaftete Böden haben bessere Wasserhaltekapazitäten und sind gegen Erosion besser geschützt.

  • Eigene Außenwirkung verbessern

    Tierwohl, Artenerhaltung, Gewässer- und Naturschutz geraten in den Fokus des Verbrauchers. Regenerative Praktiken können wunderbar für den eigenen Außenauftritt eingesetzt werden.

  • Noch mehr Sinn in der eigenen Arbeit

    Die Arbeit mit den Kühen ist schon sinnstiftend an sich. Sich zusätzlich noch um die unzähligen Bodenlebewesen zu kümmern, Biodiversität zu steigern und einen wichtigen Beitrag zum Eindämmen des Klimawandels zu leisten steigert den Sinn der eigenen Arbeit ins Unermessliche.

Der erste Schritt zum regenerativen Kreislauf:

Der einfachste Einstieg in die Regenerative Landwirtschaft speziell in der Milchviehhaltung ist die Aufwertung des eigenen Wirtschaftsdüngers. Beim Einsatz von agriPUR in der Silage oder in der Fütterung gelangt die enthaltene Pflanzenbiologie in die Gülle. Die Gülle verändert sich, wird „lebendiger“ und verrottet.

Eine Rottegülle  (verrottete Gülle) hat im Vergleich zu einer unbehandelten Gülle ein anderes mikrobiologisches Milieu. Dieses ist bodenkompatibler und gleicht der eines guten Komposts. Pathogene Keime werden zersetzt, bevor sie in den Boden gelangen können. Außerdem bewirkt die Verrottung ein anderes Verhältnis von organischem Stickstoff und Ammoniumstickstoff (siehe Analyse). Durch die Verrottung der Gülle wird ein bodenkompatibles Milieu erreicht. Es werden pathogene Keime zersetzt, Nährstoffe organisch gebunden und damit pflanzenverfügbar gemacht. Dadurch wird das Bodenleben gefördert und langfristig im Boden Humus aufgebaut.

Ein weiterer Nebeneffekt einer guten Rottegülle: Die Geruchsbelastungen im Stall, sowie bei der Ausbringung der Gülle wird nahezu beseitigt – Rottegülle stinkt nicht. Mehr Informationen zu Rottegülle gibt es hier.

Bei 0,31%  Gesamtstickstoff liegt der Anteil von Ammoniumstickstoff bei 0,1%. Somit ist der Anteil von organisch gebundenem Stickstoff bei etwa 68%. Bei nicht-rottender Gülle liegt ein Verhältnis von 50% organisch gebundenem Stickstoff und 50% Ammoniumstickstoff vor. Eine aktuelle Probe weist einen 70%igen Anteil organisch gebundenen Stickstoffs vor.

Wie geht’s weiter?

Kommen Sie mit uns ins Gespräch. Gemeinsam erarbeiten wir ein Konzept für eine aufbauende, regenerative Landwirtschaft!

Mögliche Maßnahmen in der Regenerativen Landwirtschaft

Direktsaat, Pfluglose Bearbeitung

Direktsaat verzichtet komplett auf Bodenbearbeitung wie Pflügen oder Grubbern. Der Anbau von Zwischenfrüchten und die dauerhafte Bedeckung und Durchwurzelung des Bodens spielen eine zentrale Rolle. Bei der Pfluglosen Bearbeitung wird nicht mehr gepflügt, sondern unter Einsatz eines Flachgrubbers nur der oberste Bereich des Bodens bearbeitet. Weitere bodenschonende Maßnahmen sind Mulchsaat oder auch Strip-Till (siehe Bild.)

Zwischenfruchtanbau

Der Boden wird kontinuierlich mit Pflanzen bedeckt gehalten, entweder durch Anbau von Zwischenfrüchten oder Mulchen von Ernterückständen. Dies schützt den Boden vor Erosion, verbessert die Wasserretention und fördert die Bodenfruchtbarkeit. Welche Zwischenfrüchte notwendig sind, kommt auf die Bodenbedingungen vor Ort an. Ziel ist es, eine gute Bodendurchwurzelung zu erreichen. So werden Kohlenstoff im Boden gespeichert und die darin lebende Mikrobiologie ernährt. Die Zwischenfrüchte können auch dazu beitragen, die eigene Fruchtfolge zu erweitern und damit Biodiversität zu fördern.

Integriertes Weidemanagement

Wiederkäuer haben bei der Entstehung fruchtbarer Böden evolutionär einen großen Beitrag geleistet. Diese Symbiose von Boden/Pflanze und Wiederkäuer wird bei der Regnerativen Landwirtschaft genutzt, um degradierte Böden zu regenerieren und Böden zu verbessern. Es gibt verschiedene Formen der Beweidung, die in der Regenerativen Landwirtschaft angewendet werden, wie z.B. Mob-Grazing, Holisitic Management nach Savory, Rotationsbeweidung nach irischem Vorbild und noch weitere. Beim Einsatz im Milchvieh-Bereich sollte das irische Rotationsweidesystem bevorzugt werden. Hier werden die Gräser zu einem Zeitpunkt beweidet, der für die Milchproduktion gut geeignet ist.

Agroforst

Der Einsatz von Bäumen in der Landwirtscht und auf dem Acker und hat viele Vorteile: Schatten und Rückzugsort für Weidetiere, zusätzliche Futterquelle, Biodiversitäts-Korridore, Windschutz, Beschattung und damit Schutz bei Dürre-Perioden, bessere Wasserhaltekapazitäten des Bodens aufgrund der Durchwurzelung, weitere Einnahmequellen durch die Produkte der Agroforstsysteme.

Einsparung im Pflanzenschutz durch Pflanzenvitalisierung

Ein gesunder Boden kann auch gesunde Pflanzen ernähren. Durch höhere Biodiversität nimmt der Druck durch einzelne Schaderreger und Parasiten ab. Nichtsdestotrotz wird es teilweise notwendig sein auch Pflanzenschutz einzusetzen. Der Einsatz dieser Pflanzenhilfsstoffe kann jedoch teilweise durch Pflanzenvitalisierende Maßnahmen ersetzt werden. Hierzu bedarf es genauer Beobachtung und der Einsatz von Analysemethoden wie der Blattsaftanalyse, BRIX-Werte, pH und weitere. Durch den Einsatz von Mikronährstoffen als Blattdüngung und Vitaliserungsmaßnahmen mit agriPUR, Gesteinsmehlen und Huminsäure verstärkt die Pflanze ihre eigenen Abwehrmechanismen und kann Schaderregern besser trotzen.

Regenerative Landwirtschaft – eine kurze Erklärung

Regernative Landwirtschaft ist ein landwirtschaftliches System, das die Verluste von fruchtbarem Boden verhindert und degradierte Böden wieder regeneriert. Es werden Praktiken angewandt, die den Prinzipien der Regenerativen Landwirtschaft (s.u.) entsprechen. Dadurch werden natürliche biologische Prozesse im und auf dem Boden verstärkt. Sowohl Wasser, als auch Nährstoffe können besser genutzt und damit die Ernte auch in Zukunft gesichert werden. Gesunder Boden – Gesunde Pflanzen – gesunde Tiere – gesunde Menschen – gesunder Planet.

Die 5 Prinzipien der Regenerativen Landwirtschaft (nach Soilify)

  • 1. Minimale Bodenbearbeitung

    Die Reduzierung der mechanischen, chemischen und physischen Belastungen des Bodens bedeutet, den Lebensraum Boden weitestgehend intakt zu lassen. So bleibt die für Bodenlebewesen wichtige Bodenstruktur erhalten.

  • 2. Permanente Organische Bodenbedeckung und Durchwurzelung des Bodens

    Der Boden ist die Haut der Erde. Sonneneinstrahlung trocknet den Boden aus, Wind und Wasser können unbedeckten Boden erodieren. Ist der Boden permanent von lebenden Pflanzen oder Mulch bedeckt und durchwurzelt, wird Bodenerosion eingedämmt und die Bodenbiologie „gefüttert“.

     

  • 3. Förderung der Biodiversität

    Die Natur ist vielfältig und kennt keine Monokulturen. Vielfalt heißt immer auch Resilienz: Ein vielfältiges Ökosystem ist weniger anfällig. Mischkulturen, Zwischenfruchtmischungen und eine weite Fruchtfolge fördern die biologische Vielfalt und damit die Resilienz.

     

  • 4. Weitgehender Verzicht von künstlichen Produktionsmitteln

    In einem gesunden Bodengefüge wachsen gesündere Pflanzen, die weniger Insektizide und Fungizide benötigen. Langfristig wird der Unkrautdruck geringer.  Weiterhin spart Direktsaat bis zu 70% Diesel.

     

  • 5. Integration von Tierhaltung

    Tier gehören zum (regenerativen) landwirtschaftlichen System. Tiere verstärken positive Effekte im Boden, z.B. durch Beweidung. Aber auch in der Stallhaltung liefern Sie wichtige Nährstoffe, die im Boden und von Pflanzen benötigt werden.

     

Ansprechpartner

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Heiner Willenborg

Berater Regenerative Landwirtschaft

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Uwe Schmidt
Milchvieh­management­beratung

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27432 Hipstedt

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